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Jacken-Sew-Along – Finale

Diese Woche ist das Finale von Elkes Jacken-Sew-Along und ich kann mit stolz verkünden, ich bin fertig! Zumindest bis auf eine Kleinigkeit, doch dazu gleich mehr.

4 Wochen lang wurde geplant, gemessen, genäht, geflucht, sich beratschlagt und schlussendliche sind bei Elke zahlreiche wunderschöne Jacken verlinkt, die sich alle sehen lassen können. Sindy, Anja und ich haben uns jeweils den Pepernoot Coat von Waffle Patterns vorgenommen Und alle drei sind und werden fantastisch sein, zumindest lassen das die Teaser und Vorschaubilder die ich bereits gesehen habe, erahnen. Aber bevor ich ins Detail gehe, gibt es erst einmal ein Gesamtbild für euch:

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Damit wären wir auch schon an dem Punkt, der mir missfällt und an dem ich nochmal nachbessern werde. Das Steppfutter ist relativ und in Kombination mit dem weichen Tweed ist der von Hand genähte Saum sehr wellig geworden. Habt ihr einen Tipp für mich? Ich würde ihn sonst einfach mit der Maschine steppen…

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Nun aber mal zu ein paar Details… Ich habe den Mantel im Oberteil um 5cm verlängert, das Unterteil um 8cm und die Ärmel um 4cm – Affenarme lassen grüßen. Die Verlängerungen sind auch genau richtig. Und auch die Grundgröße 42 passt sehr gut in den Schultern – aber ich habe in der Taille noch ordentlich was rausgenommen, trotz der Anpassung auf 40 im Bereich der Oberweite im Vorwege – ich fühlte mich doch arg wie ein Michelinmännchen…  – somit ist der Mantel eine Mischung aus 38 – 42. So ist das halt und dann freu ich mich immer, dass man selbst nähen kann.

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Die Aufhängeschlaufe ist im Schnitt nicht vorgesehen, aber wer hängt seinen Mantel denn schon immer auf einen Bügel? Wie gut, dass ich farblich perfekt passendes Schrägband habe… Bordeaux ist ja bekanntlich das neue Schwarz, nicht war?

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Die Kapuze hab ich mit Jersey gefüttert, der zufällig neben dem Tweed lag und farblich einfach perfekt passte. Beim Betrachten der Bilder und Schreiben dieses Blogposts fällt mir auf, dass das Bordeauxrot im Schal super zum Bordeauxrot des Mantels passt…

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Trotz anfänglicher Skepsis bezüglich der Reißverschlüsse in den Taschen und Diskussionen mit Sindy zwecks deren Tauglichkeit und Zweckmäßigkeit habe ich sie einfach für die Optik eingenäht – und damit der Autoschlüssel gegen das Herausfallen gesichert ist. Denn die Hände stecke ich da wenig rein – außer jetzt für das Foto. Dieses perfekt passende Armband ist mir in Langenhangen über den Weg gelaufen und ich konnte nicht daran vorbei, ebenso wenig wie am oben bereits erwähnten Schal.

jacken-sew-along-kreamino_07Gefüttert ist mein Mantel mit farblich passendem Steppfutter, das echt warm hält, zumindest bei den derzeitigen 20°C im Spätsommer. Je nach Wettprognose kann es noch etwas dauern, bis ich den Mantel anziehen kann, aber umso besser.

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In der Rückenansicht fällt der abstehende wellige Saum leider ganz besonders auf… Da werde ich nochmal bei… Dadurch, dass das Steppfutter von außen so gut zu erkennen ist, habe ich zuvor sämtliche Nähte im Steppfutter mit groben Stichen in der Wattierung geheftet, damit diese von außen weniger zu sehen sind. Paspeln hab ich keine eingebaut, da war mir irgendwie nicht nach, obwohl das Design des Mantels nahezu dazu einlädt.

jacken-sew-along-kreamino_11Dafür gab es perfekt dazu passende Metallknöpfe, die ich durch Zufall im Kurzwarengeschäft gefunden habe. Und als weiteres Highlight habe ich mir einen Zweiwegereißverschluss in 85cm Länge gegönnt, dann ist genug Bewegungsfreiheit vorhanden.

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Wie ist also mein Fazit zu dem Mantel:
Die Zeit, die man in einen Mantel steckt, ist nicht zu unterschätzen und man lebt in der gesamten Zeit mit der Panik, dass der Mantel nicht passt und absolut nicht aussieht. Aber dank eines kleines Tipps habe ich nach Fertigstellung des Futters den Außenmantel erstmal geheftet und übergezogen um den Blick für das Gesamtbild zu bekommen und siehe da, die Arbeit lohnte sich und motiviert ging es weiter.
Auch den Materialeinsatz sollte man nicht unterschätzen, aber wenn ich mir so überlege, was ein Mantel im Laden kostet… lassen wir das Thema…
Die Herausforderung einen Mantel zu nähen ist somit bewältigt und ich werde mich jetzt erst einmal an weniger aufregenden Projekten vergnügen… so ein paar Hoodies oder so…
Wie im Schnitt angegeben habe ich 3,3m Stoff gekauft, davon habe ich bestimmt noch einen Meter übrig und werde mir aus dem Rest wohl noch eine Dropje Weste von Waffle Patterns nähen, denn auch Futterstoff ist noch da. Die Waffle Patterns Schnitte sind super detailliert erklärt und mit Bildern versehen, sodass die Schnitte mit Näherfahrung gut zu bewältigen ist, wobei ich es immer schwierig finde zu beurteilen, ab wann man einen Schnitt nähen kann. Manchmal muss man sich einfach trauen, oder wie Elke sagt: „Wenn du denkst, du kannst es nicht, näh es trotzdem!“

Und jetzt hole ich mir ein Getränk und schaue mir in alle Ruhe alle fertiggestellten Jacken an! Danach widme ich mich dann nochmal meinem Saum 😉
Habt einen feinen Mittwoch!
Liebste Grüße Dominique


Schnitt: Pepernoot Coat von Waffle Patterns
Stoffe und Material: Tweed und Steppfutter aus einem Stoffgeschäft in Hamburg, Jersey aus dem Stoffbüro,Reißverschlüsse von Obermüller Kurzwaren aus Rendsburg, Knöpfe aus einem lokalen Stoffgeschäft in Rendsburg
verlinkt beim Finale von Elkes Jacken-Sew-AlongMeMadeMittwoch und beim AfterWorkSewing

52 Kommentare zu “Jacken-Sew-Along – Finale

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